Thinking outside the (Step)Box mit Stepgruppen

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um einen kurzen Überblick zu einem relativ neuem Feature in Synesty Studio zu geben: die Stepgruppen.
Anstatt hier direkt mit der Beschreibung des neuen Features anzufangen, fange ich mal ein wenig weiter “vorher” an, nämlich ab dem Punkt wo die Überlegung für ein solches Feature überhaupt angefangen hat.

Warum die Stepgruppen enstanden sind.

Vor einigen Jahren hatten wir eine Funktion in Synesty Studio eingebaut mit der es möglich wurde, Stepboxen in einer von drei Farben einzufärben. Die ursprüngliche Intention dieser Funktion war es besonders wichtige Steps eines Flows hervorheben zu können.

Einige Monate nach Release war ein häufiges Muster welches wir in unseren eigenen Kundenprojekten, als auch bei Support-Aufträgen in “fremderstellten” Projekten vorfanden in etwa folgendes:

stories-stepgruppen-eingefaerbte-stepboxen

Es wurden also Steps welche innerhalb des Flows die gleiche Aufgabe einnehmen mit einer identischen Farbe eingefärbt und eine Art “Stepblöcke” gebildet. So ist visuell auf den ersten Blick direkt zu erkennen, dass bestimmte Steps (zu einer bestimmten Aufgabe) zusammengehören und nur zusammen funktionieren.

Letztendlich wurde das Einfärben der Stepboxen also vorrangig dazu genutzt, Flows in “logische Häppchen” aufzuteilen.

Farben allein reichen nicht zum Gruppieren

Allerdings sind wir und natürlich nicht zuletzt unsere Kunden auf einige Probleme bei diesem Ansatz gestoßen:

1. Zwar sind durch unterschiedlich eingefärbte Stepboxen verschiedene Aufgaben zu erkennen, welche Aufgabe das nun aber konkret ist wird (maximal) durch eine ordentliche Bennenung der einzelnen Steps klar.
=> Es fehlt also eine Art Titel/Beschreibung für diese Stepboxblöcke. Bei manchen Anforderungen kommt man nicht umhin das Stepblöcke komplexe Sachverhalte abarbeiten. Hier wäre dann ein entsprechender Name des Stepblocks und idealerweise eine ausführliche Beschreibung hilfreich.

2. Ein Vorteil von Synesty Studio ist die Flexibilität mit der Flows angepasst werden können. Beim Erstellen bzw. beim Umbau von bestehenden Flows ist es für Funktionstests häufig notwendig bestimmte Steps zu pausieren. Sei es weil diese mit der eigentlichen Anpassung nichts zu tun haben, weil die Ausführung sonst zu lange dauern würde etc.
=> Mittels der “Alle Steps editieren”-Ansicht ist es zwar, via Shift-Klick, möglich mehrere Steps auf einmal zu pausieren/reaktivieren, wir wollten das ganze aber noch einfacher/schneller in der Benutzung machen. Warum also nicht die sowieso in “Blöcke” eingefärbten Stepboxen mit einem Klick pausieren/aktivieren?

3. Teilweise ist die Anzahl der gleich eingefärbten Stepboxen relativ lang und obwohl alle der gleichen “Hauptaufgabe” dienen, gibt es fälle in den man gerne noch feiner unterteilen möchte.
=> Es fehlt an einer Art Begrenzung/Box um die Stepboxen herum, welche die Zusammengehörigkeit der Steps anzeigt. Somit kann man innerhalb dieser Box, Steps unterschiedlich ihrer “Teilaufgabe” einfärben.

Der Lösungsansatz

Um diesen 3 Hauptproblemen Rechnung zu tragen, haben wir das neue Feature der “Stepgruppen” entwickelt. Dies ist – ganz einfach dargestellt – eine Box, in der Steps hineingepackt werden können (Problem 3). Eine Gruppe hat einen Titel und (falls benötigt) die Möglichkeit eine Beschreibung zu hinterlegen (Problem 1). Außerdem kann die ganze Gruppe (d.h. alle darin enthaltenen Steps) mit nur einem Klick aktiviert oder deaktiviert werden (Problem 2). (Einfärben kann man die Stepgruppen im übrigen auch)

Betrachten wir uns den anfangs gezeigten (sehr einfachen) Flow mittels Einsatz von Stepgruppen, könnte das ganze jetzt in etwa so aussehen:

 

Fazit und Ausblick

Wir hoffen das wir mit Stepgruppen unseren Nutzern ein Werkzeug an die Hand gegeben zu haben, um Flows noch übersichtlicher zu gestalten zu können.
Eine detailliertere Erläuterung der einzelnen Gruppen-Funktionen sind in unserem Handbuch zu finden.

Doch auch mit der Einführung der Stepgruppen gibt es immer noch einige Probleme:

I. Sind in einem Flow viele Gruppen oder aber in einigen Gruppen sehr viele Steps, leidet nach wie vor die Übersichtlichkeit, da viel gescrollt werden muss.

II. Wir arbeiten intern schon einige Zeit an einer “bedingten Ausführung von Gruppen”. Wir wollen also zukünftig eine Möglichkeit bieten, Gruppen mit einer WENN / DANN Bedingung zu verknüpfen. Folglich soll es dann möglich sein, bei vom Nutzer bestimmten Bedingungen Gruppen “zu überspringen” bzw. nur im gegebenem Fall ausführen zu lassen. (Ein mächtiges Feature, worauf sich wohl ganz besonders unsere Synesty Studio Experten freuen werden)

Um diese beiden Folgeprobleme von Gruppen zu lösen, arbeiten wir gerade an einer neuen “Gruppenansicht” für Flows. Da wir aber aktuell noch in der Alpaphase der Entwicklung sind, möchte ich an dieser Stelle nur einen kleinen Einblick auf den aktuellen Entwicklungsstand geben … und außerdem benötige ich ja noch ein Thema für meinen nächsten Beitrag :)

Wie in diesem kleinen Appetithappen zu sehen ist, wird zukünftig der Flow (bzw. dessen Gruppen) als Graph dargestellt. Durch den Flow navigiert man dann mittels der einzelnen Gruppen. Einmal eine Gruppe gewählt, kann man dann wie bisher gewohnt entsprechend Steps hinzufügen, bearbeiten, verschieben, löschen etc pp.

Doch mehr dazu dann im Beitrag “Thinking outside the (Step)Box Part II” :)